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Scan to BIM: Der komplette Leitfaden für Schweizer Vermessungsbüros und Architekten
Alles über Scan to BIM in der Schweiz — vom Laserscanning über die Punktwolkenverarbeitung bis zum fertigen BIM-Modell in Revit oder ArchiCAD. Inkl. Kostenvergleich.
Scan to BIM ist eine der gefragtesten Dienstleistungen in der Schweizer Bau- und Immobilienbranche. Ob für Umbauten, Sanierungen, Facility Management oder Denkmalschutz — die Umwandlung von 3D-Laserscandaten in präzise BIM-Modelle spart Zeit, reduziert Fehler und schafft eine verlässliche Planungsgrundlage. In diesem umfassenden Leitfaden erklären wir den gesamten Prozess — von der Gebäudevermessung bis zum fertigen BIM-Modell.
Was ist Scan to BIM?
Scan to BIM (auch Point Cloud to BIM genannt) beschreibt den Prozess, bei dem bestehende Gebäude mittels 3D-Laserscanning erfasst und anschliessend in detaillierte BIM-Modelle überführt werden. Der 3D-Laserscanner erzeugt dabei eine Punktwolke — eine dreidimensionale Darstellung des Gebäudes mit Millionen von Messpunkten. Diese Punktwolke wird dann von spezialisierten BIM-Modellierern in Software wie Revit oder ArchiCAD in ein vollständiges, editierbares Gebäudemodell umgewandelt.
Der Scan-to-BIM-Prozess Schritt für Schritt
Der Prozess gliedert sich in fünf Phasen: 1) Vorbereitung und Planung — Festlegung des Detaillierungsgrads (LOD 100–400), Definition der benötigten Bauteile und Abstimmung der Anforderungen. 2) 3D-Laserscanning vor Ort — Erfassung aller relevanten Gebäudeteile mit hochpräzisen Scannern. Pro Standpunkt werden bis zu einer Million Messpunkte pro Sekunde erfasst. 3) Punktwolken-Registrierung — Die einzelnen Scans werden zu einer einheitlichen, georeferenzierten Punktwolke zusammengefügt. 4) BIM-Modellierung — Erfahrene Modellierer zeichnen das Gebäude anhand der Punktwolke in Revit oder ArchiCAD nach. Wände, Decken, Fenster, Türen und Installationen werden massstabsgetreu modelliert. 5) Qualitätskontrolle und Auslieferung — Das fertige Modell wird gegen die Punktwolke geprüft und in den gewünschten Formaten (RVT, PLN, IFC, DWG) geliefert.
LOD-Stufen: Welcher Detailgrad ist nötig?
Der Level of Detail (LOD) definiert die Genauigkeit des BIM-Modells. LOD 200 enthält generische Bauteile mit ungefähren Abmessungen — ideal für Machbarkeitsstudien und frühe Planungsphasen. LOD 300 bildet Bauteile mit exakten Massen und Positionen ab — der Standard für Ausführungsplanungen und Baueingaben. LOD 350 ergänzt Verbindungen und Schnittstellen zwischen Bauteilen. LOD 400 enthält zusätzlich Herstellerinformationen und Montagedetails. Für die meisten Projekte in der Schweiz empfehlen wir LOD 300 in ArchiCAD oder Revit als optimales Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen.
Kosten für Scan to BIM in der Schweiz
Die Kosten für Scan to BIM hängen vom Gebäudetyp, der Grösse und dem gewünschten LOD ab. Für das reine 3D-Laserscanning liegen die Preise in der Schweiz typischerweise zwischen CHF 2'000 und CHF 8'000 pro Gebäude. Die anschliessende BIM-Modellierung kann intern oder durch einen spezialisierten Partner erfolgen. Durch Outsourcing der Modellierung lassen sich die Kosten erheblich senken: Bei uns starten die Preise für die Punktwolke-zu-BIM-Modellierung ab CHF 40 pro Stunde — deutlich unter dem Schweizer Marktpreis von CHF 120–180 pro Stunde für vergleichbare Leistungen.
Typische Einsatzgebiete
Scan to BIM wird in der Schweiz für zahlreiche Anwendungen eingesetzt: Umbauten und Sanierungen, bei denen keine aktuellen Pläne vorhanden sind. Denkmalschutzprojekte, die eine exakte Dokumentation historischer Bausubstanz erfordern. Facility Management, wo ein digitaler Zwilling die Bewirtschaftung effizienter macht. Industrieanlagen, die für Erweiterungen oder Umbauten präzise dokumentiert werden müssen. Immobilienbewertungen und Due-Diligence-Prüfungen, die verlässliche Bestandsdaten benötigen.
Software: Revit vs. ArchiCAD für Scan to BIM
Beide Plattformen eignen sich für Scan to BIM. Revit ist international der Standard und bietet hervorragende Punktwolken-Integration. ArchiCAD wird in der Schweiz besonders häufig genutzt und bietet mit der Morph-Funktion Vorteile bei der Modellierung komplexer Geometrien. Wir arbeiten mit beiden Programmen und liefern in Ihrem bevorzugten Format — inklusive IFC-Export für die herstellerneutrale Weitergabe.
Warum Scan to BIM outsourcen?
Die BIM-Modellierung aus Punktwolken ist zeitintensiv und erfordert spezialisiertes Know-how. Ein mittelgrosses Gebäude benötigt 40–100 Arbeitsstunden für die Modellierung. Durch Outsourcing an unser erfahrenes Team in Vietnam profitieren Sie von drei Vorteilen: Erstens senken Sie die Kosten um bis zu 50% gegenüber Schweizer Marktpreisen. Zweitens nutzen Sie den Zeitunterschied von 5–6 Stunden — wir arbeiten, während Sie schlafen. Drittens erhalten Sie Zugang zu einem Team von über 20 spezialisierten BIM-Modellierern mit jahrelanger Erfahrung in der Punktwolkenverarbeitung.
Qualitätssicherung nach Schweizer Standards
Jedes Scan-to-BIM-Projekt durchläuft bei uns eine mehrstufige Qualitätskontrolle. Das Modell wird systematisch gegen die Original-Punktwolke abgeglichen. Toleranzen werden gemäss den Projektanforderungen eingehalten (typisch ±5mm für LOD 300). Layer-Strukturen, Benennungen und Modellorganisation folgen den Schweizer BIM-Standards. Das Ergebnis: Ein sauberes, sofort nutzbares BIM-Modell, das sich nahtlos in Ihren Workflow integriert.